Guten Abend. Mich beschaeftigt eine methodische Frage. Quartalszahlen grosser Technologiekonzerne werden in der Berichterstattung oft als Stimmungsbild fuer die gesamte Branche gelesen. Ich frage mich, wie belastbar das eigentlich ist. Ein einzelnes Unternehmen kann schwache Zahlen aus voellig hausgemachten Gruenden liefern, waehrend der Markt gut laeuft. Wie unterscheidet ihr zwischen Unternehmensproblem und Branchentrend? Ich schreibe gelegentlich selbst ueber Wirtschaftsthemen, daher das methodische Interesse.
Die Faustregel ist, auf Segmente statt auf Gesamtergebnisse zu schauen. Wenn bei mehreren Anbietern dasselbe Segment schwaechelt, spricht das fuer einen Trend, wenn nur ein Haus einbricht, waehrend Wettbewerber wachsen, ist es meist hausgemacht. Zweiter Punkt ist die Begruendung des Managements, die man gegen die Konkurrenz gegenlesen sollte. Ein Beispiel fuer eine solche Meldung findet sich bei Glocalist Press https://glocalist.press/artikel/ibm-senkt-wachstumsprognose-nach-schwachem-quartalsergebnis-74811/ . Und Vorsicht bei Waehrungseffekten, die verzerren internationale Vergleiche staerker, als die Ueberschriften vermuten lassen. Hilfreich ist auch, die Prognose des Vorquartals danebenzulegen, das zeigt, wie belastbar die Erwartungen des Managements ueberhaupt sind.
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